Arbeitgeber macht den Unterschied
In Werbeagenturen, Inhouse-Teams von Unternehmen und Druckereien gelten unterschiedliche Regeln. Druckereien können an die Tarifverträge der Druckindustrie gebunden sein, die auch Betriebe der Druckvorstufe erfassen. Inhouse-Designer in tarifgebundenen Industrie- oder Handelsunternehmen werden nach deren Tarif eingruppiert. Agenturen und Studios verhandeln meist frei.
Was außerdem zählt
- Rolle: Umsetzung, Konzeption oder Art Direction mit Verantwortung für ein Team
- Spezialisierung: Bewegtbild, 3D, Verpackung, UX-Research oder Designsysteme
- Kundenkontakt: ob du Präsentationen und Abstimmungen selbst führst
- Region: Städte mit vielen Agenturen und Medienunternehmen
Gehälter auf dieser Seite
Beispiele aus dieser Seite:
Freiberuflich arbeiten
Viele Designerinnen und Designer arbeiten selbständig oder neben einer Anstellung auf Honorarbasis. Selbständige Designer können über die Künstlersozialkasse renten-, kranken- und pflegeversichert sein. Sie zahlen dann die Hälfte der Beiträge selbst, den Rest tragen die Künstlersozialabgabe der Unternehmen, die solche Leistungen verwerten, und ein Zuschuss des Bundes. Rechne bei Honoraren Zeiten ohne Aufträge, Urlaub, Software und Geräte mit ein, bevor du sie mit einem Gehalt vergleichst.
Stundenlohn und Personaldienstleister
Manche Anzeigen nennen einen Stundenlohn, häufig bei Stellen über Personaldienstleister oder bei freien Projekten. Rechne einen Stundenlohn auf deine tatsächliche Wochenarbeitszeit hoch, bevor du ihn mit einem Jahresgehalt vergleichst, und frag, ob Urlaub, Feiertage und Krankheit bezahlt werden. Bei Anstellung über einen Dienstleister ist dieser dein Arbeitgeber, auch wenn du im Unternehmen eines Kunden arbeitest.
Portfolio und Gehaltsgespräch
Im Design entscheidet das Portfolio oft stärker über die Einstufung als der Abschluss. Wenn du Projekte mit messbarem Ergebnis zeigen kannst, etwa eine überarbeitete Verpackung oder eine getestete App-Oberfläche, hast du eine gute Grundlage für die Verhandlung.
Ausbildung und Berufseinstieg
Während der Ausbildung erhältst du eine Ausbildungsvergütung, die im Ausbildungsvertrag steht und in tarifgebundenen Betrieben nach Tarif gezahlt wird. Nach dem Abschluss beginnt die Bezahlung meist am unteren Ende der Spanne und steigt mit Erfahrung, Spezialisierung und Verantwortung. Ein Wechsel von der Agentur in ein Inhouse-Team oder umgekehrt ist oft ein Anlass, das Gehalt neu zu verhandeln.
Angebote vergleichen
Vergleiche neben dem Gehalt auch Arbeitszeit, Überstundenregelung, Homeoffice und Weiterbildungsbudget. In Agenturen mit engen Fristen können diese Punkte den Unterschied machen.